Meine Protagonistin

Meine Protagonistin Amalia Thomson ist 23 Jahre alt, lebt im Jahre 2214 und hat einen unterdurchschnittlichen Social Value von 1.250 Merits. Mit ihren kastanienbraunen Haaren, der zierlichen Figur, einer Größe von 1.65 cm und ihrem schlichten Kleiderstil fällt sie nicht sonderlich auf. Es sind ihre inneren Werte, die sie besonders machen.

Ihren Vater hat sie im Alter von 13 Jahren verloren, weshalb die ganze Verantwortung schon lange auf ihren Schultern lastet. Das letzte Erinnerungsstück, das sie an ihn hat, ist ein Handtuch der „Drama Queens“ ihrer liebsten Girl Band, weshalb sie das alte Ding auch noch immer benutzt.

Eigentlich war es ihr Traum, sich der Forschung zu widmen, um eine Lösung gegen Krebs zu finden. Der Krankheit, die in ihrer eigenen Genetik liegt und für die Schmerzen ihrer Mutter sorgt. Doch schon seit Jahren hat sie ihre eigenen Wünsche weggesperrt, um die schwerkranke Raya am Leben zu erhalten. Dass sie sich damit strafbar macht, ist ihre kleinste Sorge. 

Ihr Alltag ist von morgens bis abends getaktet. Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker, damit sie es rechtzeitig von Berlin zu ihrem Job als Barkeeperin in Tokio schafft. Danach geht es ohne Pause weiter nach Chicago, wo sie als Laborantin tätig ist. Selbst an den Wochenenden hat sie kaum Freizeit, dafür weitere Verpflichtungen. Ein Privatleben hat sie bei diesem Lebensstil nicht. Ihr Freundeskreis reduziert sich auf ihre Kollegin Susan. Für die Liebe ist kein Platz, was unter anderem daran liegt, dass sie sich für ihren körperlichen Makel schämt, den sie zu verstecken versucht. Dabei sehnt sie sich nach Nähe und Geborgenheit.

Doch schon bald gerät ihr tristes Dasein völlig außer Kontrolle, als ein Familiengeheimnis nach dem anderen ans Tageslicht kommt. Gegen ihren Willen muss sie Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben verändern. Es kommt zu einem Rennen gegen die Zeit, bei dem sie alles verlieren kann, was ihr lieb und teuer ist.  

Oft werde ich danach gefragt, wie ich die Namen meiner Figuren auswähle. Bei Amalia ist es ganz einfach erklärt: Meine Oma hieß so. Auf diese Weise lebt sie nicht nur in meinem Herzen weiter, sondern bereichert auch meine Geschichte.