Downtown

Inmitten der zahlreichen Skyscraper in Downtown Chicago liegt das pharmazeutische Unternehmen „Mayer & Wenzler“. Hier arbeitet meine Protagonistin Amalia montags bis freitags direkt nach ihrem Job in der Bar in Tokio. Möglich ist das durch das Shuttlecenter, in dem sie sich an jeden Ort der Welt teleportieren kann.

Amalia zählt jedoch nicht zu den hunderten Mitarbeitern, die sich in schicken Anzügen am herrlichen Ausblick von ganz weit oben auf die Großstadt erfreuen können. Zu ihrer Arbeitskleidung zählt ein schneeweißer Kittel, der oft mit einer Schutzbrille gepaart wird. Amalia hat sich nämlich, nach ihrem Studium in Bio-Chemie, mit ganzem Herzen der Forschung gewidmet.

Zwar ist sie derzeit nur als Assistentin von Professor Hubert im Labor tätig, aber sie hat große Ziele und ihr Chef hält ganz schön viel von ihr. Es gibt jedoch noch einen anderen Grund, warum sie sich gerne mit dem Prof unterhält. Er ist ebenfalls deutscher Abstammung, so dass sie sich auch ganz ohne den Einsatz des nervigen Translators in ihrem Ohr unterhalten können.


Aber nicht alle meinen es bei „Mayer & Wenzler“ gut mit ihr. So gibt es vor allem eine neidische Kollegin, die regelmäßig die Gerüchteküche aufbrodelt, und dafür sorgt, dass Amalia es nicht leicht hat. Nichtsdestotrotz glaubt meine Heldin fest daran, dass sie bald allen beweisen wird, wie viel sie wirklich wert ist.

SPOILER: Amalia steckt sich, für den Notfall, ein kleines Reagenzfläschchen mit K.-o.-Tropfen ein, die ihr später noch von Nutzen sein werden.

In Chicago war ich das erste Mal im Alter von 13 Jahren. Damals haben meine Großeltern dort gelebt. Es war für mich die erste Reise so weit von zu Hause entfernt. Fast 15 Stunden hat der Flug mit Zwischenstopp gedauert. Mit solch einer Zeitverschwendung muss man sich in meiner „Welt des Friedens“ glücklicherweise nicht befassen.
 
 Jedenfalls war es ein wundervolles Gefühl für mich, als Teenagerin Amerika zu erkunden. Wolkenkratzer kannte ich bis dahin nur aus Filmen. Die Freiheitsstatue habe ich aber erst Jahre später per Helikopterflug bewundern dürfen, denn seitdem war ich zahlreiche Male in den Staaten.

Neben der wundervollen Zeit, die ich dort mit meinen Großeltern verbracht habe, sind mir auch noch zwei weitere Dinge gut in Erinnerung geblieben: Zum einen die stickige Luft am ersten Tag, die mich kaum atmen ließ, und zum anderen erinnere ich mich daran, wie eine Gruppe von dunkelhäutigen Jungs in die Straßenbahn einstiegen und einfach laut zu singen begannen.